Roentgen-Museum Neuwied

Das Roentgen-Museum Neuwied (Kreismuseum Neuwied) präsentiert auf vier Etagen eine der reichsten Sammlungen unter anderem von Wohnkultur aus dem 18. und 19. Jahrhundert und gehört damit zu den bedeutendsten Museen des Mittelrheins. Besonders das Repertoire an Luxusmöbel, von Abraham Roentgen und seinem Sohn David in Neuwied geschafften, ist einzigartig. Die Möbel der wohl berühmtesten Ebenisten ihrer Zeit innerhalb Europas fanden sich an zahlreichen Fürstenhöfen, wie Paris, Petersburg und Berlin wieder. Neuwied gelang dadurch zu hohem internationael Ansehen.

Neben wertvollen Schreibschränken, Verwandlungs- und Salontischen sind Schatullen, Kommoden und Sitzmöbel zu sehen. Für die Zarin Katharina II. wurde 1785 eine prachtvolle Standuhr gefertigt, deren Uhrwerk von einem anderen berühmten Neuwieder dieser Zeit stammt, Peter Kinzig.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt während des 19. Jahrhunderst wird in weiteren Räumen durch Biedermeiermöbel Neuwieder Herkunft gezeigt. Der Genossenschaftsgründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen agierte jahrzehntelang erfolgreich in diesem Umfeld, seinem Leben und Werk ist im Erdgeschoss eine eigene Präsentation gewidmet.

Im Museumsgarten findet sich eine Sammlung seltener Merk- und Grabsteine, ein sogenanntes Lapidarium.