Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum zeigt seit seinem Umzug 2000 aus der Innenstadt Bendorfs ins romantische Schloss Sayn Kunstwerke in Eisenguss, hergestellt in der "Königlich Preußischen Saynerhütte". Schon 1822/24 wurden diese in der Berliner Akademieausstellung bewundert, und prämiert 1855 auf der Weltaustellung in Paris.
Ein weiteres Thema des Museums ist die Arbeit und das Leben zur Zeit des Industralisierung. Die Stellung der Unternehmerfamilien Remy und Lossen für die Eisenindustrie Bendorfs wird beleuchtet, es werden Einblicke in die Technik des Formens und Gießens gegeben.
An den Rundgang durch das Museum schließt sich neben der neugotischen Schlosskapelle das Fürstinnenzimmer an, in dem man eine Reise durch die Geschichte sechs Generationen der fürstlichen Familie Sayn-Wittgenstein-Sayn erleben kann.
Es gibt ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm, Sonderaustellungen, Lesungen, Vorträge, öffentliche Führunden und die "Museumsnacht", seit 2006 jeweils am Vorabend des Internationalen Museumstages. Die szenischen Führungen erfreuen sich großer Beliebtheit: "Charlotte Althans", Direktorengattin der ehemals Königlich-Preußischen Sayner Hütte oder "Margarethe Schwartz", Ehefrau eines Arbeiters der Sayner Hütte, berichten aus ihrem Alltag Mitte des 19. Jahrhunderts. Gehen Sie auf Streifzug über das Gelände der Sayner Hütte mit dem "Kanonenkönig Friedrich Alfred Krupp" oder lauschen Sie dem Zwiegespräch von "Mariechen" und der "Gnädigen Frau" in den Museumsstuben unter dem Motto "Mitgift, Mück` und Muckefuck".
Die Führung "Frauen führen Frauen" erzählt die Geschichten hinter der Geschichte: Details über eiserne Kochherde und filigranen Eisenschmuck werden ebenso thematisiert wie die Hl. Elisabeth, Prinzessin Marianne von Preußen und die Damen des Haus Sayn-Wittgenstein. Es wird ein Streifzug durch die Mode des letzen Jahrhunderts gemacht, Fächersprache und vieles mehr.